Nach Angaben des Verwaltungsgerichtshofs jedoch sei dies nur dann notwendig, wenn für die Pokerveranstaltung Eintrittskarten ausgegeben werden. Wenn von Seiten des Pokersalons, wie in dem verhandelten Fall, keine Eintrittskarten ausgegeben, dann müsste auch keine Vergnügungssteuer gezahlt werden. Der Steuerbescheid der Stadt wurde daher nun durch das oberste Gericht gekippt.

Die Begründung dafür, dass die Vergnügungssteuer bei der nicht Ausgabe von Eintrittskarten nicht fällig werden würde, rechtfertigte der VwGH mit der nicht Erwähnung der Pokersalons in der Aufzählung der "Vergnügungen" im Tiroler Vergnügungssteuergesetz. Die Gerichtsentscheidung hat keine Auswirkung auf das Vergnügungssteuergesetz. Hierbei handelt es sich um ein Landesgesetz. Die Erträge in Form von der Vergnügungssteuer kommen den Gemeinden zu Gute. Es wird davon ausgegangen, dass der Stadt Innsbruck in dem Fall der Steuererhebung bei dem Pokersalon schlichtweg ein Fehler unterlaufen sei, dies aber keine Notwendigkeit mit sich bringe, das Gesetz zu verändern.

Gesetzespingpong zum Pokerspiel

In Bezug auf Poker ist die Gesetzgebung nicht immer eindeutig. Dies zeigte sich bereits in der Vergangenheit bei der Frage danach, ob es sich beim Poker um ein Glücksspiel oder um ein Geschicklichkeitsspiel handle. Die Gesetzgebung wurde immer wieder abgeändert, sodass Poker eine Zeit lang als Glücksspiel und dann wieder als Geschicklichkeitsspiel angesehen wurde. Eine Zeit lang war das Angebot von Poker in Pokersalons in Tirol sogar illegal. Aktuell ist wieder die Rede davon, das Pokerangebot für Salons generell zu verbieten. Dies soll bis zum Jahr 2010 umgesetzt werden.