Nach dem deutschen Glücksspielstaatsvertrag ist das Online Glücksspiel generell verboten. Ausnahmeregelungen darf es lediglich für Lotterien und Sportwetten geben. Das Bundesland Schleswig-Holstein unterschrieb als einziges Bundesland den Glücksspieländerungsstaatsvertrag nicht.

Nach dem Sonderweg von Schleswig-Holstein erteilte das nordische Bundesland in den vergangenen Jahren einige Genehmigungen zum Glücksspiel im Internet, nach denen es den entsprechenden Anbietern gestattet ist, in Deutschland Online Glücksspiel für die Spieler in Schleswig-Holstein anzubieten. Die Veranstaltung, Vermittlung und die Bewerbung entsprechender Angebote ist den Anbietern mit Genehmigung in Schleswig-Holstein gestattet. Die Sonderregelung sorgte für zahlreche Diskussionen. So klagten unter Anderem die staatliche Lottogesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Bremer Toto und Lotto GmbH.

Urteilsverkündung im März

In dieser Sache soll noch im Mai von Seiten des Bundesgerichtshofs ein Urteil gefällt werden. Der Bundesgerichtshof kündigte an noch im Mai sein Urteil über die vorübergehende Liberalisierung von Internet-Glücksspielen in Schleswig-Holstein zu verkünden. Hier soll entschieden werden, ob der zeitweilige Sonderweg des nordischen Bundeslandes das generelle deutsche Verbot in Frage stellt oder nicht. Die Verkündung der Entscheidung ist für den 7. Mai dieses Jahres angesetzt.