Es hatten sich nach der bundesweiten Ausschreibung einige Kaufinteressenten gemeldet und die ersten Kaufverhandlungen wurden durchgeführt, doch nun wurde der Verkauf gestoppt und das Angebot seitens des Finanzministers Rainer Wiegard in Schleswig-Holstein zurückgezogen. Grund für den Verkaufsstopp seien die Erlöse gewesen, die weit niedriger ausgefallen seien, als der eigentliche Wert der Häuser. Da diese jedoch nicht unter Wert veräußert werden sollen, wurde das Verkaufsverfahren bis auf weiteres erst einmal eingestellt.

Der Verkauf soll laut Wiegard jedoch erst einmal nur nach hinten verschoben werden. Zuerst einmal müssen die Spielbanken nun wieder fit gemacht werden. Hierzu sollen die wertmindernden Unsicherheiten bereinigt werden, damit der Preis sich der wirtschaftlichen Grundlage der Spielbanken anpasst und nachhaltig gestärkt werden kann, um so einen angemessener Betrag für die Häuser einzunehmen. Der Aufwand soll sich letztendlich lohnen und mit der Umsetzung ist es geplant, an gute Einkünfte für das Land zu kommen, wenn der Verkauft der Spielbanken dann tatsächlich vorgenommen werden kann.

Bei den Kaufverhandlungen sei darüber hinaus laut Finanzminister ein weiteres Problem aufgetreten. Ein potentieller Käufer hatte zu bedenken gegeben, dass die Spielbanken von dem neuen Betreiber für mindestens die nächsten fünf Jahre betrieben werden müssen. Dies ist gesetzlich vom Land so festgelegt worden. Der potentielle Käufer hatte sich in dieser Hinsicht gegen die gesetzliche Regelung ausgesprochen.

Auch wenn laut Wiegand diese Regelung vollkommen in Ordnung sei, kam der Käufer dadurch für den Kauf der Häuser nicht mehr in Frage. Der Finanzminister machte deutlich, dass er nicht vorhabe einen Käufer auszuwählen, der sich nicht in der Lage sieht, die Spielbanken für die nächsten fünf Jahre zu betreiben.