Nach dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag ist es vorgesehen, dass für einen bestimmten Zeitraum die Lizenzen für Sportwettenanbieter vergeben werden sollen. Die Ausschreibung für die Konzessionen wurde bereits am 8. August 2012 veröffentlicht.

Eben diese Ausschreibung stieß bereits auf Kritik, weil Experten bemängelten, dass die Ausschreibung nicht ausreichend angekündigt wurde und zusätzlich die Ausschreibungsfrist zu kurz ist. Nun wurde die Frist für die Ausschreibungen verlängert. Somit haben die potentiellen Bewerber nun bis zum 12. September, anstelle bis zum 4. September dieses Jahres, Zeit, um die Bewerbungen in deutscher Sprache bei der entsprechenden Behörde abzugeben.

Bei der verantwortlichen Behörde handelt es sich um die Kanzlei CBH in Köln. Auch diese Tatsache sorgte bereits für Aufsehen, da die Kanzlei in der Vergangenheit das Monopol in Form des Toto- und Lottoblocks vertreten hat. Im Zuge dessen wurden einige gerichtliche Verfahren gegen private Sportwettenanbieter von Seiten der Kanzlei eingeleitet und nun soll eben diese Kanzlei für die Vergabe der Konzessionen für private Sportwettenanbieter verantwortlich sein.

Bisher scheinen noch viele Fragen in Bezug auf das Ausschreibeverfahren offen sein und CBH gab an, dass diese Fragen bis zum 4. September 2012 eingereicht werden können. Bisher wurden bereits 166 Fragen eingereicht, die bereits beantwortet wurden. Es bleibt abzuwarten, ob bestehende Unklarheiten noch beseitigt werden können und welche Bewerber es schaffen, die eigenen Unterlagen in deutscher Sprache einzureichen und für eine der 20 Konzessionen auf Probe in Frage zu kommen.