Den Spielsüchtigen soll der morgendliche Gang in die Spielhalle somit verwehrt bleiben, so dass beispielsweise für die Süchtigen nicht mehr die Möglichkeit besteht, noch vor der Arbeit zu zocken.

Betreiber versuchen sich durch Klagen gegen diese Regelung zu wehren, doch bisher ohne Erfolg. Natürlich ist die Regelung als Schutz für die Spieler positiv, jedoch befürchten die Spielhallenbetreiber sinkende Einnahmen und negative Folgen für die eigene Existenz.

Für die Stadt Augsburg bedeutet die Zustimmung des Verwaltungsgerichtshofs, in Bezug auf die Regelung mit den längeren Schließzeiten, ein Erfolg auf ganzer Linie. Die beschlossene Schließzeit für die Spielhallen in Augsburg bezieht sich auf den Zeitraum zwischen drei Uhr nachts und neun Uhr am Vormittag. Von Seiten des Stadtrats wurde hierzu eine eigene Verordnung erlassen.

Gegen diese Verordnung hatten einige der Betreiber bereits geklagt ? erfolglos allerdings. Die sogenannten Normenkontrollklagen wurden vom Gericht verworfen. Augsburg ist mit der Verabschiedung der Verordnung die erste Kommune, die von dem im Glücksspielstaatsvertrag verankerten Recht gebraucht machte, für die Kommune eine eigene Regelung zu bestimmen und diese gesetzlich festzulegen.

Augsburg gilt nun für einige der bayrischen Städte als Vorbild in Bezug auf die eigens verabschiedete, gesetzliche Regelung mit den Sperrzeiten. Es wird bereits erwartet, dass auch andere Großstädte in Bayern von der Möglichkeit Gebrauch machen und sich Augsburg in dieser Hinsicht als Vorbild nehmen.