Die Geschäfte in der Pokerbranche sind angestiegen, was auch mit der zeitweisen Einstellung des Betriebs von Full Tilt zusammenhängt.

Der fusionierte Konzern "bwin.party Digital Entertainment" aber, der an der Börse der britischen Hauptstadt zu finden ist, hat bis Juni diesen Jahres einen Verlust in Höhe von über 40 Millionen Euro hinnehmen müssen.

Dafür können unter Anderem der starke Wettbewerb im Bereich des Pokerspiels, der nicht mehr vorhandene Zugriff des virtuellen Casinos im Bezug auf die Nutzer in Frankreich und auch die erhöhten Abgabensätze in den Staaten Österreich, Italien und Spanien, welche ihr Glücksspiel schon strukturiert haben, verantwortlich gemacht werden.

Auch das Nichtstattfinden einer Fußballmeisterschaft trägt ihren Teil zu diesem Verlust bei, darum sind diese wenig erfreulichen Zahlen kein Grund zur Sorge. Der Geschäftsführer des Unternehmens ließ verlauten, dass man noch auf die Liberalisierung des Bereichs Poker in den Vereinigten Staaten spekuliert.

Bis dato hat man 15 Prozent der ehemaligen Nutzer von Full Tilt aufgenommen und man geht davon aus, dass die Lage der Pokerseite eventuell nicht anders wird und die Seite ihren Betrieb für immer aufgeben muss.

Die Tendenzen bei dem Anbieter PokerStars sind ebenfalls nicht einfach auszumachen und es ist nicht klar, ob die 15 Prozent der Spieler bei dem Unternehmen verweilen werden.

Man möchte auch einen Geschäftspartner in den USA finden, wenn die Vereinigten Staaten ihren Markt freimachen. Details nannte der Geschäftsführer nicht, doch es ist ein guter Geschäftspartner und man ist mit mehreren Unternehmen im Gespräch.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt in den Staaten liberalisiert wird und das noch in diesem Jahr, beträgt etwa 30 Prozent. Auch wenn man starke Verluste verzeichnet hat, will man den Anlegern eine Zwischendividende in Höhe von 15 Millionen Euro zuteil werden lassen. Im Hinblick auf das komplette Geschäftsjahr lässt man den Kopf ganz und gar nicht hängen.

Man rechnet im Bereich der Analyse in Bezug auf das bereinigte Ebitda in diesem Jahr mit etwa 180 Millionen Euro.