Der bekannte Sportwettenanbieter Ladbrokes entschied sich nun, dass die Steuern nicht von Seiten der Kunden bezahlt werden müssen. In diesem Fall übernimmt das Unternehmen selbst die Abführung der Steuern in Höhe von 5 Prozent der Einsätze.

Während Ladbrokes die Entscheidung getroffen hat, die Besteuerung der Wetten selbst zu übernehmen, gibt es auch Unternehmen, die die 5-prozentige Steuer von Seiten der Spieler einfordern wollen. Auch die Zahlung der Steuern durch den Anbieter und den Spieler zu gleichen Teilen ist möglich, dies kann nach dem Bedarf des Unternehmens selber entschieden werden. Es gibt unterschiedliche Varianten, die genutzt werden können, um die Steuer, die in der Höhe festgelegt ist, abzuführen.

Ladbrokes hat die Variante gewählt, bei der das Unternehmen selbst die Steuer abführt. So wollen die Unternehmer den Kunden entgegen kommen und es für die Nutzer der Angebote möglichst einfach machen. Durch diese Variante wird es den Spielern gar nicht auffallen, dass eine Veränderung in dem Besteuerungssystem durch den Glücksspieländerungsstaatsvertrag gibt. Festgelegt wurde allerdings von Ladbrokes nicht, über was für einen Zeitraum diese Variante angewendet werden soll. Es ist daher nicht festgelegt, ob die Besteuerung nicht doch irgendwann auf die Kunden umgelegt werden wird.

Ob die Steuer selbst vom Unternehmen übernommen werden kann, hängt in jedem Fall von der Gewinnspanne ab. Wenn diese zu hoch festgelegt ist, dann können sich viele der Wettanbieter eine komplette übernahme der Steuerzahlung nicht leisten. Es wird davon ausgegangen, dass Ladbrokes die Steuer anfangs übernimmt, um hiermit neue Kunden anzuwerben und für Sportwetten begeistern zu können. Wie lange sich diese Variante für den Anbieter jedoch lohnt, bleibt abzuwarten.