Trotz verschiedener Kontrollen und Razzien sind diese illegal aufgestellten Spielautomaten immer wieder vielerorts zu finden. Solch eine Begebenheit ereignete sich nun auch in einer Chemnitzer Spielbank, in der ein Automat betrieben wurde, der nicht zugelassen war. Fälle dieser Art traten vor Ort wohl schon häufiger aus, nun muss die Betreiberin sich vor Gericht verantworten.

Was nach einem Versehen klingt, kann auch durchaus ein Vergehen sein, so lautet die Einstellung des Gerichts. Viele Betreiber versuchen es mit dieser Masche, stellen sich selbst als ahnungslos vor und hoffen auf diesem Weg auf ein milderes Urteil. Der Betreiberin aus Chemnitz wird vorgeworfen in dem von ihr betriebenen Casino einen Spielautomaten in Betrieb genommen zu haben, der mit einer veralteten und nicht mehr zulässigen Software ausgerüstet war. Im Normalfall wird die aufgespielte Software durch die physikalisch-technischen Bundesanstalt zugelassen, die in der Branche wie der TÜV für Fahrzeuge funktioniert. Bevor die Betreiberin zum Gericht vorgeladen war, hatte die Dame einen entsprechenden Hinweis des städtischen Ordnungsamtes erhalten, auf den sie nach Angaben der Behörden nicht ausreichend reagiert hätte.

Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels

Der Betreiberin wird die unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels vorgeworfen. Die Betreiberin hingegen plädiert vor Gericht auf Unwissenheit. Sie sei selbst nicht jederzeit vor Ort und zudem seien sie und ihre Mitarbeiter davon ausgegangen, dass die Software eines neu gemieteten Spielautomaten aktuell sei. Der Mitarbeiter, der in Chemnitz für die Inbetriebnahme des Spielgeräts zuständig war, versicherte seiner Chefin auch auf mehrmalige telefonische Nachfrage, dass alles in Ordnung sei und auch in Bezug auf die Anmeldung bei der Stadt alles glatt laufen würde.

Nachdem die Vorladung des Amtsgerichts bei der Betreiberin ankam, merkte diese erst, dass nicht alles glattgelaufen war und kündigte den Mitarbeiter, der schon zuvor durch einen Vorfall von der Unternehmerin abgemahnt wurde. Bei dem aktuellen Fall kam die Unternehmerin mit einem Bu0ßgeld in Höhe von 900 Euro davon und wurde dazu aufgefordert, beim nächsten Mal früher Konsequenzen in Bezug auf die eigenen Angestellten zu ziehen.