Der Vorwurf der Parteibuchwirtschaft wird damit von Seiten des Finanzministers Schmidt vehement zurückgewiesen. Er machte direkt noch einmal deutlich, dass sich Caspers-Merk durch ihre Qualifikationen auszeichne und dies auch in der Vergangenheit zur Genüge bewiesen habe.

Die Auswahl für die Geschäftsführung der Lotto-Toto-Gesellschaft brachte gewisse Kriterien mit sich zu denen bereits vorab insbesondere ein starkes Durchsetzungsvermögen als Hauptkriterium dazu zählte. Da Caspers-Merk dieses Kriterium bekanntermaßen ausreichend erfüllte, habe man sich laut Schmidt für diese Wahl entschieden.

Es gab keine Ausschreibung für den zu besetzenden Posten. Schmidt hatte jedoch laut eigenen Angaben den Auftrag eine qualifizierte Person auszuwählen, die durch fachliche Kompetenz überzeugt. Unabhängig von der Freundschaft die zwischen den Parteikollegen bestehe, sie auch hier vor allen die Frage der fachlichen Kompetenz ausschlaggebend gewesen, so Schmidt.

Auch die 57-jährige Politikerin Caspers-Merk wies die Vorwürfe vehement zurück. In Ihrer bisherigen Laufbahn konnte sie bereits als Drogenbeauftragte der Bundesregierung und als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium überzeugen. Hier konnte sie ausreichend beweisen, dass fachliche Kompetenz in unzähligen Bereichen vorhanden ist und dies betonte nun auch Schmidt noch einmal in seinen Aussagen, die darauf hinweisen sollen, dass hier keine Parteibuchwirtschaft stattgefunden habe. Ob die Kritiker sich mit den Aussagen der beiden Politiker beruhigen lassen bleibt nun vorerst noch abzuwarten.