Sowohl die sechs Lizenzen des Stadtpakets als auch die sechs Landpaket-Lizenzen wurden durch das Finanzministerium an die Casinos Austria vergeben, die somit die zwölf Lizenzen behalten. Bei der Lizenzvergabe des Landpakets fand im Vordergrund gerade die Nationalratswahl statt, die für Aufsehen sorgte und somit weniger Aufmerksamkeit auf die Vergabe der Lizenzen aus dem Landpaket lenkte.

Karl Stoss, der Generaldirektor der Casinos Austria, macht die Freude des Unternehmens über die Situation deutlich. Nach eigenen Angaben habe das Unternehmen so die Möglichkeit, wieder in die Zukunft zu planen und könne sich auf Sicherheit stützen, die nun durch die Lizenzvergabe eingetroffen ist.

Die Planbarkeit sei so einfacher umzusetzen, um so weiterhin Verantwortungsbewusstsein auszustrahlen. So soll auch in Zukunft besonders viel Wert auf die Thematik des Spielerschutzes gelegt werden, so Stoss. Geplant ist außerdem den Standort Bad Gastein zu schließen, denn dieser habe sich in den letzten Jahren für das Unternehmen nicht mehr rentiert. Als Ersatz soll ein neues Casinogeschäft an dem Standort Zell am See, im Grand Hotel eröffnet werden.

Als Verlierer in der Lizenzvergabe geht der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic hervor, bereits nach der Vergabe der Lizenzen des Stadtpakets leitete der Konzern rechtliche Schritte ein, allerdings ohne Erfolg. Es wurde erst eine Klage vor dem Verfassungsgerichtshof eingereicht, die jedoch überraschend noch vor einer Entscheidung zurückgezogen wurde. Im Anschluss daran lag alle Hoffnung auf der Vergabe des Landpakets.

Auch hier musste das Glücksspiel nun erneut zurückstecken. Dem Unternehmen bleibt nun noch eine weitere Hoffnung, denn es steht noch die Lizenzvergabe dreier neuer Standorte in österreich aus. Für diese Lizenzen haben sich neben Novomatic außerdem auch die Casinos Austria, die deutsche Gauselmann Gruppe und die Century Casinos beworben. Die Vergabe soll in Bälde erfolgen.