Bei diesem Hilfsmittel handelt es sich um einen Mini-Computer für den Schuh, mit dem ein Casino betreten werden sollte und der dann den Lauf der Roulettekugel vorherbestimmen sollte. Auf eine solch abstruse Idee kamen ein paar kalifornische Studenten zu Beginn der 70er Jahre.

Ob die Studenten tatsächlich reich geworden sind ist bis heute unklar, klar ist jedoch, dass es mit dem Gerät einige technische Probleme gab und dies auch der Grund dafür ist, warum der Schuh-Computer heute im Paderborner Heinz Nixdorf Museums Forum (HNF) zu besichtigen ist. Gebaut wurde das Gerät von Doyne Farmer, der den Mini-Computer nun dem Museum überließ.

Der Plan der Studenten war es damals, ein Wunderwerk zu konstruieren, welches unauffällig mit ins Casino gebracht werden kann, um damit vor Ort den Lauf der Roulettekugel ungefähr voraussagen zu können. Damit wollten die jungen Männer ihre Gewinnchancen im Casino wesentlich erhöhen. Nach einigen technischen Schwierigkeiten konnte das Gerät laut Farmer im Jahr 1981 das erste Mal getestet werden.

Das Gerät wurde in einen ausgehöhlten Herrenschuh eingebaut, welcher von dem Konstrukteur selbst bei dem Testlauf getragen wurde. Mit dem Schuh-Computer betrat Farmer in diesem Jahr das "Sundance-Casino" in Las Vegas. Mittels Sender, Zehenschalter und Batterien konnte das Gerät direkt innerhalb des Schuhs von dem Träger bedient werden. Zuerst wurden die Zeiten gemessen, die die Roulette-Kugel in dem Kessel zurücklegte. Diese Infos wurden dann von Seiten Farmers mit dem Zehenschalter in den Computer eingegeben. Mit der Zehenschaltung konnte die Information dann an den Kollegen weitergegeben werden, der einen ähnlichen Mini-Computer im Schuh eingebaut hatte und mittels Vibration erfuhr, wann und auf was der Spieleinsatz getätigt werden kann.

Nach Angaben der Erfinder gab es jedoch technische Probleme vor Ort, da die Geräte des Casinos den Empfang der Mini-Computer störten und die Vibrationen in dem Schuh des Empfängers nur noch unkontrolliert abgegeben wurden. Trotzdem schien die Idee am Anfang durchaus aufzugehen, denn bevor die Geräte gestört wurden, sammelten sich die Jetons bei den Studenten. An diesem Probeabend konnten die Spieler immerhin 10.000 US-Dollar für sich gewinnen. Ob das System ausgefeilt und weiterpraktiziert wurde ist unklar, denn auch ob die Jungs damit reich wurden, ist bis heute nicht bekannt geworden.