Während blinkende Lichter und dudelnde Musik einen mitreißen können, ist die Spielsucht ein unsichtbarer Sog, der die Betroffenen immer und immer wieder an die Automaten oder Spieltische lockt. Hierbei verspielen viele Süchtige ihr gesamtes Geld bis hin zur eigenen Existenz. Die Gefahr der Spielsucht zu verfallen wird in der heutigen Zeit sogar immer größer, denn es gibt mehr Angebote und weniger Kontrollen, so dass gerade junge Leute mehr und mehr der Sucht unterliegen.

Von Seiten der Forschungsstelle Glücksspiel an der Uni Hohenheim wird durch beispielsweise Tilman Becker immer und immer wieder vor der Spielsucht und deren Folgen gewarnt. Statistiken zeigen auf, dass sich die Gewohnheiten in Bezug auf das Glücksspiel verändert haben. Spieler besuchen immer weniger die landbasierten Casinos. Spielhallen hingegen boomen wie sonst nie und auch im Internet ist reges Treiben in den Online Casinos zu bemerken.

Wie hoch die Gefahr der Sucht ist merken die Spieler meist erst dann wenn es zu spät ist. Die Sucht nimmt einen gefangen, treibt einen dazu mehr und mehr Geld einzusetzen und am Ende sogar sein gesamtes Haus zu verspielen. Neben dem Existenzverlust werden die Süchtigen oft von Familie und Freunden verlasen und stehen letztlich ganz allein vor einem riesigen Berg an Schulden.

Laut Experten entwickelt sich ein pathologisches Spielverhalten erst innerhalb von fünf bis zehn Jahren. Durch den derzeit anhaltenden Boom ist es jedoch kaum abzuschätzen in welche Richtung die potentiellen Spielsüchtigen von nun an getrieben werden. Die Experten sehen besondere Gefahren im Bereich des Social Gamings.

Was vor kurzem noch kostenlos war und lediglich dem Spaßfaktor diente, gibt es nun in Großbritannien bereits für Echtgeld, so dass aus den spaßigen Facebook Spielen heute schon Spiele gegen echtes Geld geworden sind. Die Meinung der Experten sieht schwarz für die Zukunft, wenn diese Branche sich mit dem Echtgeldangebot in sozialen Netzwerken in genau diese Richtung weiterentwickelt.