Diese Gefahren würden vor allem für die jungen Spieler, also für Jugendliche und Kinder bestehen. Zwar ist das Glücksspiel in vielen Regionen erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt, dennoch haben Jugendliche in der heutigen Zeit die Möglichkeit, über das Internet oder auch in Spielhallen an dem Glücksspiel teilzunehmen. Die Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) warnte in Erfurt vor der Gefahr, die für Jugendliche von den angebotenen Glücksspielen ausgehe.

Wieso ist das Glücksspiel vor allem für junge Menschen so gefährlich?

– Persönlichkeit von jungen Menschen noch nicht gefestigt

– Jugendliche sind in vielerlei Hinsicht beeinflussbar

– Reiz ist bei jungen Menschen stärker als die Vernunft

– Jugendliche können die Gefahren und das Risiko beim Glücksspiel weniger gut einschätzen

Gerade in Anbetracht dessen, dass auch erwachsene Spieler der Spielsuchtgefahr ausgesetzt sind und diese bis zum Existenzverlust führen kann, sollte nach Angaben von Werner ein größeres Augenmerk auf den Schutz von jungen Spielern gelegt werden. Die aktuellen Zahlen seien erschreckend, denn mehr als jeder zweite Jugendliche habe nach einer Studie bereits einmal am Glücksspiel teilgenommen. Mehr als zehn Prozent der befragten Jugendlichen würde mehrmals im Monat Glücksspielen nachgehen.

Insgesamt sollen circa 30 Prozent der Spieler im Alter von 10 bis 21 Jahren mit dem Glücksspiel begonnen haben. Hier gibt es zudem eine Dunkelziffer, die als höher eingestuft wird. Nach Angaben von Werner seien diese Zahlen erschreckend und sollten dazu führen, den Schutz der Jugend mehr ins Auge zu fassen. Hier gäbe es viele Möglichkeiten, den Schutz der Jugendlichen durch Aufklärung, Prävention aber auch durch die Gesetzgebung zu stärken.