Die gewerblichen Spielvermittler haben aktuell in der Branche keinen einfachen Stand. Grund für die Schwierigkeiten ist noch immer der umstrittene Glücksspielstaatsvertrag, der in Deutschland Gültigkeit besitzt. Die Regulierung sei nach Expertenmeinung vollkommen überzogen und anstatt das deutsche Lotteriemonopol zu schützen würde mit der Gesetzgebung dafür gesorgt werden, dass das deutsche Lotto aufs Spiel gesetzt wird.

Gerechtfertigt wird das alles mit der Suchtprävention, doch ernst genommen wird diese Rechtfertigung nur von wenigen Personen. Die deutschen Lotterien mussten in den vergangenen Jahren bereits einen Rückgang der Einnahmen in Höhe von 20 Prozent hinnehmen. Der Grund hierfür wird von Seiten der Lotterien in den extremen Werbe- und Vertriebsbeschränkungen gesehen. Die Umsätze sinken weiterhin drastisch, dadurch fällt die Förderung von Sport und sozialen Projekten deutlich geringer aus.

Spielsucht als Vorwand

Die Spielsucht wird nach Meinung vieler Experten in Bezug auf den Glücksspielstaatsvertrag lediglich als Vorwand gesehen, wirklich bekämpft wird diese mit den überzogenen Regulierungen jedoch nach Expertenmeinung nicht. Während Lotto in Deutschland mit strengen Auflagen zu kämpfen hat, haben die Online Anbieter nahezu freie Hand. Nach Meinung des DLV gehe dies in die komplett falsche Richtung. Aufgrund dessen wurden auch weitere Spielevermittler in den Verein aufgenommen, um sich auf diesem Weg besser Gehör verschaffen zu können. Ein starkes Auftreten soll dabei helfen, langfristig doch noch etwas an der aktuellen Situation ändern zu können.