Einhergehend mit der Statistik, wie rege die Teilnahme der Deutschen an Glücksspielen ist, wird untersucht, wie gro? die Gefahr und Präsenz der Spielsucht ist. Erhoben wird die Studie alle zwei Jahre von dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die Ergebnisse aus 2015 wurden nun in Berlin vorgestellt und zeigen auf, dass das Glücksspiel in Deutschland weiterhin rückläufig ist.

Die Beliebtheit des Glücksspiels in Deutschland scheint zurückzugehen, dies zeigen die Befragungen der vergangenen Jahre. Im Vergleich zur vorangegangenen Studie haben im vergangenen Jahr erneut weniger Menschen an Glücksspielen teilgenommen. Zum ersten Mal ist im vergangenen Jahr auch die Anzahl derer abgesunken, die an Geldspielautomaten gezockt haben. Auch die Anzahl jüngerer Spieler ist teilweise gesunken, so zeigt es die Studie. Dennoch sei das Glücksspielverhalten junger Männer in Deutschland weiterhin besorgniserregend, so Peter Lang, der Abteilungsleiter in der BZgA. Hier zeigen die Zahlen der Studie, dass die Anzahl der jungen Männer, die an illegalen Sportwetten teilgenommen haben, in den letzten zwei Jahren deutlich zugenommen hat.

Junge Männer weiterhin spielsuchtgefährdet

Anhand des Spielsuchtverhaltens von Spielern in verschiedenen Altersgruppen ist deutlich abzulesen, dass vor allem junge Männer mit niedrigem Bildungsstatus und oftmals Migrationshintergrund spielsuchtgefährdet sind. Gerade die Spielautomaten und illegalen Sportwetten scheinen auf diese Personengruppe einen besonderen Reiz auszuüben. An dieser Stelle ist die Präventionsarbeit besonders wichtig. Hierbei geht es darum, die jungen Menschen schon im Vorfeld ausreichend zu informieren, über die Gefahren aufzuklären und Hilfe anzubieten. Die BZgA bietet au?erdem Hilfe für Betroffene und Angehörige an.