Der Glücksspielverband Remote hatte diesbezüglich Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingelegt. Die Kommission ist für die Interessensvertretung der großen Anbieter wie zum Beispiel betfair, bwin.party und 888 zuständig.

Nach diesem Streit und der Beschwerde konnte nun eine Einigung zwischen der griechischen Regierung und der Europäischen Kommission stattfinden. Die Einigung legt fest, dass die Spielergewinne des nationalen Glücksspielmonopolisten OPAP in Zukunft pauschal mit 10 Prozent besteuert werden sollen. Die Kommission erwähnte in der Beschwerde vor allem, dass dem Monopolisten dadurch ein Wettbewerbsvorteil eingeräumt werden könnte. Sowohl online Spiele als auch reale Spiele an Spielautomaten sind betroffen.

Das neue Gesetz in Griechenland sollte die Welt des Glücksspiels vor Ort regulieren. Allerdings merkte die Kommission, dass der OPAP ein eindeutiger Vorteil eingeräumt werde, der nicht zu rechtfertigen sei. Vorgesehen ist es, dass die realen Glücksspielangebote von OPAP von der 30 Prozentigen Umsatzsteuer befreit sein sollen. Auch sollte die Befreiung der Besteuerung der Spielergewinne unter 100 Euro mit 10 Prozent für OPAP gelten.

Es wurde davon ausgegangen, dass die Regierung diese Ungerechtigkeit nur deshalb zulassen würde, weil diese daran interessiert sei, an den Gewinnen der OPAP beteiligt zu sein. 29Prozent der OPAP Anteile sollen öffentlich ausgeschrieben werden, so dass dem Land insgesamt lediglich noch 5Prozent übrig bleiben. Der Wert der griechischen Anteile soll ungefähr bei 1 Milliarde Euro liegen.

Der Glücksspielmarkt Griechenlands ist einer der größten Märkte von Europa. Durch das neue Gesetz ist es privaten Anbietern nun möglich eine unbegrenzte Anzahl an Online Glücksspiel Lizenzen in Griechenland zu erwerben.