So haben sich nun auch die Verantwortlichen der Stadt Hagen einen Plan überlegt, um die Spielsucht eindämmen zu können. Kritiker bezweifeln jedoch, ob der Plan aufgehen wird. In der Stadt Hagen soll der Anfang gemacht und zukünftig eine Wettbürosteuer eingeführt werden. Diese Einführung halten die Kritiker in anderen Städten, wie zum Beispiel Saarbrücken, jedoch für schwierig, da die Hürden für die Einführung einer solchen Steuer im Saarland sehr hoch sind.

Durch die Einführung der Wettbürosteuer wird in Hagen ein positiver Nebeneffekt erwartet. Das Innenministerium in Düsseldorf hat für das Vorhaben bereits eine Genehmigung erteilt. Durch die Einführung der Steuer sollen in Hagen Mehreinnahmen in Höhe von 120.000 Euro generiert werden können. Andere Städte in Nordrhein Westphalen machten bereits deutlich, dass auch hier eine solche Steuereinführung in Zukunft umgesetzt werden solle. Ein Teil der Wettbüros, für die diese Steuer eingeführt werden soll, liegt allerdings im Saarland.

Hier haben Kritiker bereits deutlich gemacht, dass nicht damit zu rechnen sei, dass eine Einführung der Wettsteuer möglich gemacht werde. Die Bedingungen für Solche Steuereinführungen seien im Saarland viel strenger als in Nordrhein Westphalen. Um die Einführung der Steuer möglich zu machten, bräuchten die Verantwortlichen zum Einen eine Genehmigung des Stadtrats und zum anderen müsste das Vergnügungssteuergesetz in Bezug auf die Wettbürosteuer abgeändert werden.

Wettbürosteuer für das Saarland ungeklärt

In Hagen sorgte die mögliche Einführung der Wettbürosteuer auch nicht nur für Freude. Betreiber von Wettbüros planen eine gerichtliche Anfechtung der Steuerbescheide, die mit Einführung der Wettbürosteuer auf die Wettunternehmer zukommen werden. Ein gerichtliches Verfahren würde damit von Seiten der Wettunternehmer in Kauf genommen werden. Von Seiten des Sportwettenverbandes wurde bereits angedeutet, dass die Einführung einer solchen Steuer rechtswidrig sei.

Das Hagener Modell soll im Folgenden nun erst einmal verwaltungsrechtlich überprüft werden, erst nach dieser überprüfung sei ein weiteres Vorgehen, auch für die Wettunternehmer, empfehlenswert. Ob die Einführung der Wettbürosteuer auch im Saarland Einzug halten soll ist bisher noch nicht geklärt. Nicht nur durch die Problematik in Saarbrücken, sondern auch darüber hinaus sei der Aufwand sehr hoch und daher wurde in Bezug hierauf noch keine Entscheidung getroffen.