Voraussetzung hierfür ist nur, dass es den Mitarbeitern nicht ausdrücklich verboten war. In dem aktuellen Fall wurde der Mitarbeiterin des Wettbüros von Seiten des OGH Recht zugesprochen, sodass diese ihre Gewinne von Seiten des Wettbüros nun ausgezahlt bekommen muss.

Der Mitarbeiterin des Wettanbieters war das Spielen während der Arbeitszeit offensichtlich nicht ausdrücklich verboten wurden. So hatte die Mitarbeiterin aus Wien Anfang 2012 verschiedene Fußballwetten gesetzt und damit einen Betrag in Höhe von 19.576 Euro gewonnen. Offensichtlich wollte der Anbieter der Mitarbeiterin diesen Gewinn nicht auszahlen, weshalb der Fall vor Gericht ging und nun der Richter entschieden hat, dass die Gewinne an die Mitarbeiterin ausgezahlt werden müssen.

Neben der Tatsache, dass die Mitarbeiterin während der Arbeitszeit spielte, warf der Wettanbieter dieser außerdem vor, dass sie Insider-Wissen genutzt hatte, um den Wettgewinn zu generieren. Erst wenige Wochen vor ihren getätigten Wetten war herausgekommen, dass ein Systemfehler dazu führe, dass die Gewinnlimitation, die bei 10.000 Euro greifen sollte, nicht funktionierte. Dieser Fehler wurde von Seiten der Mitarbeiterin nach Angaben des Betreibers beim Zocken ausgenutzt.

OGH mit eigenwilliger Gerichtsentscheidung

Trotzdem der Buchmacher mehrere Argumente vorbrachte, um den Gewinnbetrag nicht an die Mitarbeiterin auszuzahlen, wurde dieser von Seiten des Gerichts Recht zugesprochen. Der OGH rechtfertigte die Entscheidung damit, dass die Spielerin schutzwürdig sei und da ihr das Spielen während der Arbeitszeit nicht ausdrücklich verboten wurde, müsse ihr in diesem Fall Recht zugesprochen werden. Die Einwände des Buchmachers in Bezug auf das Insider-Wissen der Mitarbeiterin ließ das Gericht auch im Urteil unkommentiert. Der Betreiber hat nun einen Betrag in Höhe von fast 20.000 Euro an die Mitarbeiterin auszuzahlen.