Im Zusammenhang mit dem Fußballsport und Sportwetten ist oftmals von Wettmanipulation die Rede oder zumindest von der Gefahr der Wettmanipulation. Zu diesem Thema wurden bereits zahlreiche Studien durchgeführt. Die aktuellste Studie wurde von den Universitäten Bielefeld, Pennsylvania und West Virginia geleitet.

Hierbei wurden folgende Untersuchungen angestellt:

  • Untersuchung der Wetteinsätze bei dem britischen Anbieter Betfair
  • 1251 Bundesligaspiele von der Saison 2010/11 bis einschließlich 2014/15
  • vorrangig ging es um Wetten, ob mehr oder weniger als 2,5 Tore fallen
  • 26 verschiedene Schiedsrichter bei allen kontrollierten Spielen

Die Ergebnisse der Studie sollen aufzeigen, dass auffällige Wetten bei Spielen, die von drei bestimmten Schiedsrichtern geleitet wurden, erkannt wurden. Hier liege der Verdacht der Wettmanipulation nahe. Bewiesen werden konnte dies allerdings nicht. Grund für die Auffälligkeiten könnte auch sein, dass die betreffenden drei Schiedsrichter Spielsituationen länger laufen ließen und so mehr Tore in dem Spiel fallen konnten. Erklärungen gibt es einige, bewiesen ist nichts und dennoch wird über Wettmanipulation bei der Bundesliga gesprochen.

Konzentration auf Fakten

Bei dem Verdacht der Wettmanipulation handelt es sich bisher nur um einen Verdacht. Durch die Studie konnte dieser nicht bestätigt werden. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) zeigte sich erstaunt darüber, dass aus einem Verdachtsmoment ohne Beweise entsprechende Gerüchte verbreitet werden. Hinzu kommt, dass das eigene Überwachungssystem des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei den Bundesliga Spielen keinen Alarm geschlagen habe. Somit konnten durch das Überwachungssystem keine auffälligen Wetttätigkeiten erkannt werden, weder bei der ersten noch bei der zweiten Bundesliga. Dies deutet weiterhin darauf hin, dass der Verdacht der Wettmanipulation nicht bestätigt werden kann.