Bisher bewegen sich die privaten Anbieter noch immer in einer Grauzone, das Monopol sollte eigentlich gar nicht mehr existieren und die Bundesländer scheinen sich erneut uneinig. Die Lizenzvergabe wurde nicht umgesetzt, der Glücksspieltsaatsvertrag verstoße gegen EU-Recht und Deutschland muss sich auf ein Vertragsverletzungsverfahren aus Brüssel einstellen. Dass die Gesetzgebung gescheitert ist, das wissen alle und diesbezüglich scheinen sich auch alle einig zu sein, doch wie soll es nun weitergehen?

Was in Zukunft passieren soll:

– Marktöffnung für private Anbieter

– Abschaffung des Sportwettenmonopols

– Versteuerung privater Sportwettenangebote in Deutschland

– Bekämpfung des Schwarzmarkts

– Umsetzung des Spielerschutz auch in Verbindung mit privaten Wettangeboten

Eigentlich sind die Ziele bereits klar festgelegt und trotzdem herrscht diesbezüglich weiterhin Uneinigkeit. Ähnlich wie am Anfang, als Schleswig-Holstein einen Sonderweg einschlug, ist nun im Gespräch, dass Hessen aussteigen wird. Dies wurde von Seiten des Bundeslandes, die eigentlich die Liberalisierung umsetzen soll, bereits angedroht, wenn wie geplant nur minimale Änderungen an der Gesetzgebung umgesetzt werden.

Hessen ist eines der Bundesländer, welches fordert, dass der Glücksspielstaatsvertrag komplett umgestaltet werden sollte. Andere Bundesländer hingegen wollen nur minimale Änderungen an der Gesetzgebung vornehmen. Es ist davon auszugehen, dass hier auch die Lotterieanbieter mitreden wollen, denn diese wollen ihr Lotteriemonopol in Deutschland behalten.