Nach der Freude über den Gewinn im Online Casino, kommt bei vielen die Frage auf, wie tief der Fiskus dem glücklichen Gewinner in die Tasche greift. Wie es da aussieht, erklären wir Euch hier.

Wenn es sich bei dem Spiel um ein reines Glücksspiel handelt, wie z.B. beim Blackjack, wird keine Steuerabgabe fällig (der Staat greift dort erst dann Steuern ab, wenn das gewonnene Geld Zinsen erwirtschaftet). Handelt es sich jedoch um ein Spiel, zu dem ein gewisses Maß an Geschick von Nöten ist, muss eine Steuerabgabe geleistet werden. Fürs Poker hat das zuletzt erst der Bundesfinanzhof im Jahre 2015 entschieden (BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.9.2015, X R 43/12; Vorinstanz: LG Köln, Urteil vom 31. Oktober 2012, Az. 12 K 1136/11). Danach ist Poker in den Varianten „Texas Hold’em“ und „Omaha“ nach einkommenssteuerrechtlichen Maßstäben im Allgemeinen nicht als reines – und damit per se nicht steuerbares – Glücksspiel, sondern als Mischung aus Glücks- und Geschicklichkeitsspiel einzustufen. Diese Entscheidung ist bindendes Recht. Eine Verfassungsbeschwerde gegen diese Bewertung des Poker wurde durch Beschluss vom Bundesverfassungsgerichts vom 16.08.2017 zurückgewiesen (BVerfG, Az. 2 BvR 2387/15).

Auch beim Lotto als reines Glücksspiel wird keine direkte Steuerabgabe fällig, jedoch müssen auch dort die Zinsen, die sich aus den Erlösen ergeben, in Deutschland versteuert werden.

Wettsteuer in Deutschland: Auf die Sportwetten wird in Deutschland die sogenannte Wettsteuer erhoben. Diese ist von den Anbietern abzuführen. Die aktuelle Wettsteuer liegt bei 5 Prozent. Dem Anbieter ist es freigestellt, ob dieser die 5 Prozent beim Kunden direkt beim Abschluss der Wette verlangt oder die Steuer lediglich auf den Gewinn erhebt. Die Steuer ist ausschließlich von Anbietern zu zahlen, die in Deutschland lizensiert sind. Die meisten der Anbieter nehmen die Steuer direkt von den Kunden ein, einige wenige Anbieter jedoch bringen die fünfprozentige Wettsteuer selber auf.

Vergnügungssteuer in Spielhallen: Die Vergnügungssteuer ist die bekannteste Steuer, die mit dem Glücksspiel in Verbindung gebracht werden kann. Aktuell ist erneut im Gespräch, die Vergnügungssteuer zu erhöhen. Es ist die Rede davon, die Steuer auf Glücksspiele um 30 Prozent anzuheben. Hierbei handelt es sich um die Steuer, die auf Glücksspielgeräte erhoben wird. Die Steuer wird von dem Geld abgezogen, welches der Spielhallenbetreiber aus den Geldspielgeräten entnimmt. In den meisten Bundesländern liegt der Steuersatz hier aktuell bei 10 Prozent und soll in Zukunft auf 13 Prozent erhöht werden.  

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