Erst kürzlich wurde in Kopenhagen der Europäische iGaming Kongress angehalten, auf dem sich die wichtigsten Unternehmen der Glücksspielindustrie zusammen fanden, um über das Online Glücksspiel zu debattieren. Eins der Diskussionsthemen war auch, eine Prognose zu versuchen, wie das Glücksspiel im Jahr 2015 sein wird.

In einem Punkt herrschte unter den Kongressanten Einigkeit, nämlich dass die Anzahl der Online Betreiber zurückgehen wird. Der Chef des bekannten Online Casinos 888 sagte zu diesen Tendenzen, dass grüßere Neustrukturierungen kommen werden, wie die erst kürzlich vollzogene Verschmelzung zwischen Bwin und PartyGaming.

Die ära der kleinen Deals sei somit beendet, so der Chef. Große Zusammenschlüsse und Zusammenarbeit seien in fünf Jahren ganz selbstverständlich. Dies hätte natürlich auch die Konsequenz, dass die nicht so großen Betreiber gezwungen sein würden zu verkaufen oder ihre Angebote auf Eis legen.

Wie auch immer, die großen Unternehmen der kleine Betreiber würden von den großen Unternehmen geschluckt werden und sie würden damit noch grüßer werden. Auch bei den sozialen Netzwerken kann der Chef von 888 viel Potential entdecken. Sie würden in den nächsten Jahren noch wichtiger werden, was auch für das Glücksspiel der Fall ist.

Der Schwerpunkt des World Wide Web würde nicht mehr auf Google sondern auf sozialen Netzwerken liegen, wie Facebook zum Beispiel. Die Technologie wird mehr Müglichkeiten haben und komplexer werden.

Der Boss des Online Casinos kann sich durchaus vorstellen, dass es Spiele um Bares bei Facebook geben wird. Auch die Live Streams werden immer bedeutender und immer mehr Spieler spielen unterwegs statt zuhause.

Der Geschäftsführer von Mangas Gaming beteiligte sich an der Debatte um den Fortbestand dieser Industrie und befürwortete die Ansichten des CEO von 888. Auch er ist der Ansicht, dass die Anzahl der Betreiber in den nächsten Jahren zurückgehen wird.

Die Konsequenzen dessen sind dann ein wachsender Wettbewerb und mehr Gewinn. Der steigende Wettbewerb würde die Tatsache nach sich ziehen, dass die Qualität der Müglichkeiten optimaler wird.

Ein wichtiger Punkt sei zudem noch die Strukturierung des Glücksspiels im Jahr 2015. bis dahin soll in den meisten europäischen Staaten das Glücksspiel geregelt sein, genau so soll es außerhalb Europas sein.

Auch der Chef des Software-Riesen brachte sich bei der Debatte ein. Im Bezug auf die Regulation sieht er es so, dass sich die Gerichtsbarkeit der Betreiber auch in andere Staaten verlagern künnte. Franzüsische Betreiber wollen in andere Märkte, italienische Anbieter wollen sich in Frankreich niederlassen, die Anbieter Frankreich wollen auf den Markt im Nachbarland Spanien und die Spanier wollen nach Italien.

Diese Bewegungen würden mehr Neuerungen auf dem Markt nach sich ziehen. Der Chef von Betsson gab den Hinweis darauf, dass die Ausdehnung in neu geordnete Märkte viel Wichtigkeit haben wird und es soll ein kohärentes System bezüglich der Steuern eingerichtet werden.

Doch welches Gesicht die Industrie in fünf Jahren haben wird, steht noch in den Sternen, doch es wird sich viel bewegen, soviel steht fest.