Das Land hatte vor vielen Jahren Lizenzverträge mit den beiden Betreibern von Automatencasinos, Admiral und Amatic, getroffen. So kurz vor der Landtagswahl war das Land von der Wasserdichtigkeit der Lizenzverträge überzeugt und machte deutlich, dass das Land nicht aus den Verträgen aussteigen könnte. Vor dem Verwaltungsgericht sollte nun auch diesbezüglich eine Entscheidung getroffen werden.

Eine mündliche Verhandlung mit der Glücksspielfirma Merkur Entertainment und den gegnerischen Parteien fand erst vor einigen Tagen vor dem Unabhängigen Verwaltungssenat statt. Dieser entscheidet nun darüber, ob die Rechtsfrage entsprechend geklärt werden könnte und die Entscheidung des Gerichts wird den Parteien noch bis zum Ende dieses Jahres schriftlich zugestellt.

Grund für den Gang vor das Gericht war von Seiten des deutschen Unternehmens das Lizenzvergabeverfahren, aus dem der Glücksspielanbieter ausgeschlossen wurde. Mit dem Ausschluss hatte Merkur Entertainment keine Möglichkeit mehr auf eine Lizenz für Spielautomaten in Kärnten. Nach eigenen Angaben wurden jedoch von Seiten des Unternehmens alle Voraussetzungen des Vergabeverfahrens erfüllt und ein Ausschluss aus dem Verfahren sei somit nicht rechtens gewesen.

Die Entscheidung des Unabhängigen Verwaltungssenats wird nun darüber entscheiden, ob eventuell sogar ein neues Lizenzvergabeverfahren eingeleitet werden muss. Sollte also von Seiten des Gerichts der Berufung, die von Seiten Merkurs eingeleitet wurde, Recht gegeben werden, so hätte Merkur Entertainment eventuell doch noch eine Chance, an dem Vergabeverfahren teilzuhaben und hätte die Möglichkeit, auf diese Art und Weise eine Lizenz für Kärnten zu erhalten.