Das Verbot wurde zu großen Teilen eingehalten, dennoch gab es eine Verlagerung. Seit das kleine Glücksspiel verboten ist, wurden vermehrt Sportwetten in der Region angeboten. Die Politik hat sofort reagiert und die Umweltstadträtin Ulli Sima bedankte sich nun zum Jahresende für die gute Zusammenarbeit mit Finanzpolizei, dem Büro der Sofortmaßnahmen der Stadt Wien und der Wiener Landespolizei.

Schnelle Reaktion in Wien

Dass das Verbot des kleinen Glücksspiels Folgen mit sich bringen wird, war den Zuständigen Behörden von Anfang an klar. Wahrscheinlich war dies auch der Grund dafür, warum eine so schnelle Reaktion erfolgte, als festgestellt wurde, dass seit dem Verbot von Spielautomaten die Wettlokale wie Pilze aus dem Boden schossen. Den Behörden wurde es in Wien umgehend möglich gemacht, die Betriebe ohne landesrechtliche Genehmigungen unmittelbar zu schließen. Zudem wurde es ermöglicht, dass das Strafmaß hochgesetzt wurde und die Behörden Strafen in Höhe von bis zu 22.000 Euro aussprechen durften.

Als weiterer Schritt wurde eine Neuregelung in Form des Wettengesetzes in Wien eingeführt. Dieses besteht bereits seit dem Jahr 1919 und wurde aufgrund der aktuellen Lage in Wien neu geregelt. Die Neuregelung beinhaltet in erster Linie einen besseren Spielerschutz und strengere Voraussetzungen für Betreiber.

Mit der neuen Gesetzgebung sollen Spieler und vor allem Jugendliche besser geschützt werden, Präventionsarbeit rückt in den Vordergrund, eine entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter gehört zur Voraussetzung und die Betreiber müssen strengere Regelungen und Richtlinien berücksichtigen. Vor allem aber wurde es den Behörden erleichtert, schneller reagieren zu können und das Strafmaß und die Möglichkeiten wurden entsprechend der aktuellen Lage vor Ort angepasst.