Er selbst gibt an, dass die Regierung das Automatenverbot im Zusammenhang mit dem Spielerschutz sicher gut gemeint habe, aber gut gemeint sei tatsächlich nicht immer gut. Der Marktforscher gibt an, dass die Entscheidung nicht nur zu einem finanziellen Flop sondern vielmehr auch zu einem politischen Desaster führen werde.

Mit dem Verbot des Automatenspiels werde Wien in Zukunft hohe Verluste einplanen müssen, so das Marktforschungsinstitut von Kreutzer. Zu rechnen ist mit Verlusten in Höhe von 40 Millionen Euro. Hinzu kommen noch die angedrohten Schadensersatzklagen, bei denen es um eine Summe in Höhe von 100 Millionen Euro gehen soll. Die Verluste, die der Stadt daraus entstehen werden seien auch mit den zwei neuen Lizenzen für Vollcasinos nicht kompensierbar, so Kreutzer weiter.

Kanalisierung des Angebots zum Schutz vor Illegalität

Nach Meinung des Experten habe sich die Politik mit der Thematik nie eingehend auseinandergesetzt. Es wurde bereits mehrfach davor gewarnt, dass mit dem Verbot des Automatenspiels das illegale Glücksspiel in Zukunft mehr florieren werde und dieser Meinung schließt sich auch das Marktforschungsinstitut an.

Nicht nur, dass einige Geschäfte einfach weiterhin ihr Angebot illegal präsentieren werden, auch sei zu erwarten, dass die Spieler das illegale Online Angebot vermehrt nutzen werden. Hier würde der Plan des verbesserten Spielerschutzes überhaupt nicht aufgehen, denn durch das Verbot würden die Spieler in die Illegalität abgedrängt werden und hier sei keine Kontrolle möglich.

Das Marktforschungsinstitut hat die eigene Meinung mit diesen Aussagen sehr deutlich gemacht. Doch nicht nur im Kritisieren sind die Experten gut, auch gäbe es nach Angaben Kreutzers Alternativen zum Automatenverbot, die sich für die Stadt, die Politik und die Spieler selber besser eignen würden. So schlägt der Marktforscher Beispielsweise vor das Angebot an kleinem Glücksspiel zu kanalisieren.

Hierzu zählen Regelungen und eine Reduzierung der angebotenen Geräte, um so auch entsprechende Kontrollen gewährleisten zu können. Auch die Einführung von Maximaleinsätzen, wie in anderen Orten österreichs bereits eingeführt, seien Maßnahmen um die Kanalisierung des Glücksspiels voranzutreiben und die Spieler vor dem Abdriften in die illegale Branche zu schützen.