Wirtschaftsreferent Peter Lehner (öVP) wirkt bei seinem Kommentar zu dieser Thematik nicht sonderlich begeistert, denn die Stadt habe bereits eine sehr hohe Anzahl an Spielcasinos und nun würde ein weiteres folgen, mitten im Zentrum der Stadt direkt neben einem Bordell. Für viele Städte sind Spielcasinos eine Art Schandfleck, so wird es offensichtlich teilweise auch in Wels gesehen. Der Anbieter winwin lässt sich jedoch von den Gegenstimmen nicht beirren, die Umbauarbeiten wurden bereits begonnen und trotz Denkmalschutz wird davon ausgegangen, dass der Glücksspielanbieter eine Genehmigung für die Eröffnung des zweiten Standorts erhalten wird.

Auch von Seiten der Bevölkerung gab es bereits zahlreiche Gegenstimmen gegen das neu geplante Spielcasino. Die Stadt sei bereits überfüllt mit Wettcasinos, so die Aussage des Bürgermeisters Peter Koits (SPö). In Zukunft würde die Stadt bei Standortanfragen gegen die geplanten Bauten von Wettbüros und Automatensalons halten, unabhängig davon welchen Plan die Landesregierung verfolgt.

Es gäbe bereits zahlreiche Spielautomaten in Wels und vor Ort würden keine weiteren Etablissements dieser Art gebraucht werden, so der Bürgermeister. Die Stadtverwaltung habe an dieser Stelle bisher zu wenig Mitspracherecht erhalten, lediglich in Bezug auf die Bauordnung könne die Stadtverwaltung mitentscheiden.

Sauberes Auftreten von winwin

Bei winwin wird die Kritik der Stadt nicht wirklich akzeptiert. Die Etablissements des Anbieters würden sauber sein und auch keinen schlechten Eindruck der Stadt übermitteln. Unternehmenssprecher Martin Himmelbauer machte deutlich, dass die Etablissements des Anbieters wie Kaffeehäuser aussehen und somit nicht als Schandflecke der Stadt anzusehen seien. Darüber hinaus seien eine Registrierung und das Vorzeigen einer Spielerkarte notwendig, um die Casinos von winwin zu besuchen, wodurch auch der Spielerschutz bei dem Anbieter berücksichtigt werden würde.