Um hier für entsprechend mehr Schutz zu sorgen bietet der Glücksspielstaatsvertrag ein Ausführungsgesetz, von welchem in Nordrhein Westphalen nun Gebrauch gemacht wird. Dies soll die Spielsucht verringern, da durch die Gesetzgebung langfristig auch die Anzahl der Angebote verringert werden soll. Für die Spielhallenbetreiber bedeutet dies, dass diese sich nun Sorgen um die eigene Existenz machen müssen.

Offensichtlich wird in NRW nun durch die Gesetzgebung ein Kahlschlag angestrebt. Langfristig soll dies die Spielsucht insgesamt reduzieren. Eine tolle Idee, würde es auf der anderen Seite nicht Personen und Unternehmen geben, die unter diesem Kahlschlag leiden werden. Wenn die Gesetzgebung in dieser Form bestehen bleibt, dann sehen sich vier von fünf Automatenbetreibern dem eigenen Existenzverlust gegenüber. Die Spielhallenbetreiber fühlen sich missverstanden. In der Vergangenheit wurden die Anbieter dazu aufgefordert Konzepte zu entwickeln, um Spieler langfristig vor der Sucht schützen zu können und wirksame Präventionsarbeit zu leisten. Trotz der erstellten Konzepte und Pläne droht vielen Betreibern nun das Aus des eigenen Geschäfts.

Negative Auswirkungen mit positivem Endergebnis

Der Deutsche Automatenverband beschwört schon jetzt schlimme Folgen herauf. Neben bevorstehenden Schließungen würde die aktuelle Handhabung der Gesetzgebung bedeuten, dass 22.000 Personen ihren Arbeitsplatz verlieren. Die Politik zeigt sich hier jedoch weiterhin unbeeindruckt. In Hessen habe ein übergreifendes Sperrsystem viel gebracht und wider Erwarten zu viel Akzeptanz geführt. Es sei nicht auszuschließen, dass die Branche negative Auswirkungen in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung hinnehmen müsste, doch zum Schutz der Spieler sei dies tragbar, so Ilona Füchtenschnieder von der Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht.