Grundlage soll hierbei die von 2012 bis 2013 geltende Regelung in Schleswig-Holstein darstellen. Im Zuge dessen soll das Online Glücksspiel legalisiert werden, nicht wie bisher geplant begrenzt auf eine bestimmte Anzahl an Anbietern, sondern es soll eine generelle Erlaubnis erteilt werden.

Grundlegende Änderungen, die mit den von der Hessischen Landesregierung beschlossenen "Leitlinien für eine zeitgemäße Glücksspielregulierung in Deutschland" in den Glücksspielstaatsvertrag integriert werden sollen:

– Zulassung von Casino- und Pokerspielen im Internet

– Aufhebung der Zahl der zu vergebenden Sportwettkonzessionen

– Selbstlimitierungsmöglichkeiten statt Internet-Höchsteinsatzgrenze

– Ersatz des Glücksspielkollegiums durch eine gemeinsame Anstalt des öffentlichen Rechts

– Bundesweite zentrale Sperrdatei

Neben den Leitlinien, die eingeführt werden sollen, gehört es außerdem zum Plan, das staatsrechtlich höchst problematische sogenannte Glücksspielkollegium durch eine gemeinsame Anstalt des öffentlichen Rechts zu ersetzen. Um die Leitlinien in Zukunft tatsächlich umsetzen zu können, muss einer kompletten Änderung des Glücksspielstaatsvertrages zugestimmt werden.

Die Leitlinien enthalten sowohl Kontrollmöglichkeiten für eine entsprechende Behörde, als auch den möglichen Selbstschutz für die Spieler. Auf diesem Weg soll das Online Glücksspiel legalisiert werden und darüber hinaus sollen Kontrollmöglichkeiten geschaffen werden.

Mit der Legalisierung soll natürlich der Spielerschutz nicht außer Acht gelassen werden, der laut Experten jedoch dann einfacher wird, wenn die Legalisierung erfolgt ist, da ein legaler Online Glücksspielmarkt einfacher zu kontrollieren sei, als ein illegaler Glücksspielmarkt. Zu wann die Änderungen umgesetzt werden und ob tatsächlich alle 16 Bundesländer einer solchen Abänderung des gescheiterten Glücksspielstaatsvertrages zustimmen werden, bleibt aktuell noch abzuwarten. Für die Spieler würde dies jedoch einen großen, erfreulichen Schritt bedeuten.