Aufgrund der Gesetzeslage zog Zanoni vor Gericht und nun entschied der VfGH zu Gunsten des Geschäftsmannes. Dieser gibt in einem Interview bekannt, dass sein Glaube an die Rechtsprechung wieder hergestellt sei.

Seit dem Jahr 2010 gilt Poker offiziell als Glücksspiel. Dies wurde mit der Novellierung des Glücksspielgesetzes (GSpG) erklärt. Zum Ende des Jahres 2012 liefen die übergangsfristen aus und die Pokercasinos hätten zu Beginn des Jahres schließen sollen. Betreiber wie Zanoni sahen sich jedoch hierdurch in der eigenen Existenz gefährdet, da bis zu diesem Zeitpunkt keine Konzessionen ausgeschrieben wurden und die Betreiber keine Chance hatten, sich auf eine Lizenz zu bewerben. Darüber hinaus sollte insgesamt nur eine Konzession vergeben werden, was nun vor dem VfGH als zu wenig deklariert wurde.

Mit der Erklärung des VfGH, dass die Pokerregeln im Glücksspielgesetz verfassungswidrig seien, bleiben dem Finanzministerium nun zwei Handlungsmöglichkeiten. Zum einen gibt es die Möglichkeit nicht zu agieren, womit die alte Gesetzeslage die Gültigkeit zurückerlangen würde. Dies bedeutet, dass das Kartenspiel Poker damit nicht unter das Glücksspielmonopol des Bundes fallen würde und somit legal wäre.

Die Alternative hierzu wäre Poker als Glücksspiel zu deklarieren und das Glücksspielgesetz diesbezüglich neu zu überarbeiten. Bisher hat das Ministerium die Entscheidung des VfGH offiziell zur Kenntnis genommen und nun soll laut eigenen Angaben erst einmal geprüft werden ob und in welcher Form Handlungsbedarf bestehe.