Der Besitzer der Concord Casinos, Peter Zanoni, sagt den rechtlichen Ungenauigkeiten den Kampf an und möchte sich gegen die Steuernachforderung von rund 140 Millionen Euro zur Wehr setzen.

Von Seiten des Finanzamtes wird die Forderung an den Unternehmer ganz klar begründet. Die Steuern in Höhe von 16 Prozent müssen laut der Institution auf die Einsätze der Pokerspieler berechnet werden. Diese Steuer jedoch würde nach Angaben Zanonis die Einnahmen des Dienstleisters um das Fünffache übersteigen. Er selbst macht deutlich, dass er ja lediglich die Pokertische und damit das Pokerspiel zur Verfügung stelle, von den Einsätzen der Spieler letztlich jedoch so oder so nur drei bis dreieinhalb Prozent einbehalte. Wenn hierauf eine Steuer in Höhe von 16 Prozent gezahlt werden müsse, dann sei Zanoni eigenen Angaben nach ganz klar falsch behandelt und würde unmittelbar vor dem persönlichen Ruin stehen.

Für Zanoni entwickelt sich der Kampf derzeit zu einem Kampf um die eigene Existenz. Der Betreiber der Pokersalons hat Berufung beim Finanzsenat als auch eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) eingereicht. Sollte der Dienstleister hier jedoch kein Recht bekommen und sollte das Gesetz nicht, so wie Zanoni hofft, zurückgezogen werden, muss der Unternehmer Insolvenz anmelden. Wie sich dieser Fall entwickeln wird bleibt allerdings noch abzuwarten, denn noch ist nicht klar, ob die rechtliche Unsicherheit in österreich beseitigt werden kann und in Zukunft für klare Verhältnisse in diesem Bereich gesorgt werden wird.