Das Warten und die unerfüllten Hoffnungen der Unternehmer sorgen für Frustration in der Branche. In dem Büro der Münchener ODS Oddset Sportwetten arbeiten 20 Mitarbeiter, doch bisher ohne Resultat, denn es sei zwar alles bereit, offiziell angeboten werden könne jedoch nicht, da die Konzession noch nicht ausgegeben wurde.

Die Frustration hat sich bei den Unternehmen und Unternehmern bereits breit gemacht. Nach 1,5 Jahren warten ist die Hoffnung gering, dass sich im kommenden Jahr hinsichtlich des Vergabeprozesses viel tun wird. Experten gehen davon aus, dass die ersten Konzessionen letztendlich erst im Jahr 2015 vergeben werden können.

Der Glücksspielstaatsvertrag existiert zwar in der bestehenden Form bereits seit letztem Jahr, dennoch sind den Anbietern ohne Konzessionen die Hände gebunden, auch wenn das Angebot von Sportwetten nun eigentlich gestattet ist. Es sollen von Seiten des hessischen Innenministeriums insgesamt 20 Konzessionen ausgegeben werden, allerdings sei das vergabeverfahren so komplex und kompliziert das bisher kein Unternehmen die Mindestanforderungen erfülle und daher noch keine Konzession ausgegeben werden konnte.

Die Unternehmen, die sich beworben hatten, sind nun nach den Ablehnungen noch viel frustrierter, denn kein Unternehmen kann sich die Ablehnung erklären. Es wurden keine Gründe angegeben, wieso das Unternehmen die Mindestanforderungen nicht erfüllen könnte, also können die Unternehmen gleichzeitig auch nicht wissen, was verändert werden müsste, um eine Chance auf eine der begehrten Konzessionen zu haben. Sogar ODS Oddset GmbH, die zu großen Teilen in staatlicher Hand ist, konnte die Mindestvorgaben nicht einhalten.