Studien zeigen nun jedoch auf, dass Spielersperren von Seiten der Spielcasinos viel zu selten ausgesprochen werden. Die Studie wurde von Seiten der Universität Hamburg durchgeführt und macht deutlich, dass die Spielersperren in Spielbanken eine positive Auswirkung auf die Spieler zeigen. Von Seiten der Spielbanken werden bisher allerdings, nach Angaben der Studie, lediglich fünf Prozent der pathologischen Spieler gesperrt.

Nach Auswertung der Studie sind fast 300.000 Erwachsene in Deutschland spielsüchtig. Die Anzahl der Spielsüchtigen wurde von Seiten der Hamburger Universität in Verhältnis zur möglichen Spielersperre und zur Häufigkeit der Nutzung gesetzt. Hierbei wird deutlich gemacht, dass das Sperrsystem als wirkungsvolles Instrument eingesetzt werden kann, um die Spielsucht zu verringern.

Gleichzeitig machte die Studie jedoch deutlich, dass dieses Instrument von Seiten der Spielbanken zu selten eingesetzt werde. Die Spielsucht bedeutet für die meisten Spieler meist den finanziellen Ruin. Die sozialen Kosten liegen besonders hoch, da in drastischen Fällen auch kostenlose Hilfsangebote in Anspruch genommen werden. Diese Kosten können mit Hilfe von Spielersperren deutlich reduziert werden, so die Forscher der Universität Hamburg.

Derzeit werde nach Studienergebnissen das Instrument der Spielersperren viel zu selten genutzt. Bisher werden lediglich fünf von rund 100 pathologischen Spielern pro Spielbank gesperrt. Die Spielbanken sind gesetzlich dazu angehalten, für Spieler mit einem pathologischen Spielverhalten entsprechende Sperren auszusprechen. Die Studie macht an dieser Stelle deutlich, dass viele der Casinos ihrer Sorgfaltspflicht nicht ausreichend nachkommen.

Der Grund für die fehlenden Sperren sei die Wirtschaftlichkeit, die für die Etablissements darunter leiden würde. Durch pathologische Spieler werden hohe Einnahmen in den einzelnen Casinos generiert. Sperren auszusprechen würde die Einnahmen verringern. An dieser Stelle ist der Anreiz für die Unternehmer der Casinos aber auch für die Mitarbeiter zu gering, denn mit der Sperrung eines pathologischen Spielers geht dem Casino in den meisten Fällen ein zahlender Stammkunde verloren.