Erst vor rund einer Woche wurde bekannt gegeben, dass der Glücksspielanbieter Gauselmann als Spielotheken-Betreiber in das Entwickler-Netzwerk BIU.Dev. aufgenommen wird. Diese Ankündigung sorgte in der Öffentlich für viel Kritik.

Ob dies der Grund ist oder ob es weitere Gründe gibt – die Zusammenarbeit zwischen BIU und Gauselmann wurde nun nach gut einer Woche beendet. Verkündet wurde diese überraschende Entwicklung von dem neuen BIU-Geschäftsführer Felix Falk. Das Ende der Zusammenarbeit zwischen BIU und Gauselmann endet nach seiner Angaben mit sofortiger Wirkung.

Die Meldung, dass der Glücksspiel-Marktführer Gauselmann in das Entwickler Netzwerk BIU.Dev aufgenommen wurde, schlug in der Öffentlichkeit große Wellen. Als neuer Geschäftsführer sah Falk es als seine Aufgabe an, sich erst einmal intensiv in die Thematik einzuarbeiten, bevor er eine entsprechende Entscheidung treffen konnte.

Auf Facebook verkündet der junge Unternehmer nun, dass er nach der Einarbeitung die Kritik der Öffentlichkeit gut nachvollziehen konnte und nun eine dementsprechende Entscheidung getroffen hat.

Fakten zur Mitgliedschaft der Gauselmann Gruppe im Netzwerk BIU.Dev:

  • Entscheidung zur Aufnahme fiel bereits im Jahr 2016
  • Vereinbarung, dass die Mitgliedschaft sich nur auf den Unternehmensbereich bezieht, der sich unabhängig vom Glücksspiel mit der Entwicklung von klassischen Games für Smartphones und Tablets beschäftigt
  • Tiefergehende Prüfung zeigte, dass Gauselmann über keinen wesentlichen Anteil der Spieleentwicklung außerhalb von Glücksspielen verfügt
  • Trennung der Themen erschien in diesem Fall nicht möglich
  • Trennung des BIU.Dev. Netzwerks von der Gauselmann GmbH mit sofortiger Wirkung

Keine Interessensvertretung für Glücksspielanbieter

Schon in der Vergangenheit war deutlich, dass das BIU.Dev. Netzwerk nicht die Interessen von Glücksspielanbietern vertreten würde. Wahrscheinlich war genau aus diesem Grund die Ankündigung so überraschend, dass die Gauselmann Gruppe als bekannter Glücksspielanbieter, in das Netzwerk aufgenommen werden sollte.

Nachdem deutlich wurde, dass eine Trennung von Glücksspiel und Spieleentwicklung im Falle von Gauselmann nicht möglich sein würde, traf der neue Geschäftsführer die Entscheidung, die Aufnahme in das Netzwerk wieder rückgängig zu machen. Mit dieser Entscheidung machte Falk zusätzlich deutlich, dass der BIU weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft die Interessen von Glücksspielanbieter vertreten wolle, weder gegenüber der Politik noch gegenüber der Öffentlichkeit.