Die Mittelmeerinsel Zypern gehört im Moment zu den wenigen Staaten in der EU, die über ein totales Verbot des Glücksspiels auf der Insel nachdenken. Zypern ist nach eigener Auskunft der Ansicht, dass dieses Vergnügen ein Wachstum der Kriminalität im Land nach sich ziehen könnte.

In Kürze wird es bei der EU das Untersagen des Online Glücksspiels beantragen. So will die Insel dem Beispiel Portugals folgen, das schon zu Jahresanfang ein Verbot des Glücksspiels einführte.

Ungeachtet der Ausnahmezulassungen im Nachbarland Spanien sind Insider der Branche nicht der Ansicht, dass die EU in der Sache von Zypern gleich viel Milde walten lassen wird. Die Insider rechnen auch damit, dass die EU das Ersuchen der Insel im Bereich des Glücksspielverbots ablehnen wird.

So will man andere Staaten daran hindern, das Anwachsen der Kriminalität als Vorwand für ein Untersagen des virtuellen Glücksspiels zu nutzen. Gerade zahlreiche Länder würden dieses Argument gebrauchen um Betreiber aus dem Ausland vom landeseigenen Markt auszuschließen.

Auch wenn man nicht genau weiß, was die Insel mit diesem Vorhaben bezwecken will, so kann man damit rechnen, dass Zypern sich bemühen wird, mithilfe des Verbots die Vorgaben der EU im Bereich des Freihandelsabkommens zu unterlaufen.

Wenn das Ersuchen in Kürze abgewiesen werden sollte, dann bleibt der Insel die Möglichkeit, sich beim EuGH zu beschweren, doch dieses Verfahren würde dann mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Doch für andere Länder kann es sein, dass die Ausnahmegenehmigungen für Portugal den Weg für eine Senkung der Kriminalitätsrate durch das Untersagen des Glücksspiels frei machen.