Die Geschäfte mit dem Glücksspiel laufen gut, Spieler vom türkischen Festland aber auch Profispieler aus aller Welt kommen auf die Insel, um hier das eigene Glück zu finden. Das Hauptgeschäft findet auf der Nordinsel statt, der als türkisch kontrollierter Sektor bekannt ist. Doch nun will auch die Südhälfte der Insel, die durch die Griechen kontrolliert wird, einen Teil des Kuchens abhaben und plant den Bau eines Mega-Casinos, welches Touristen in den Südsektor locken und mit dem Glücksspiel die Wirtschaft vor Ort ankurbeln soll.

Im griechischen Zypern gibt es bisher kein offizielles Glücksspielangebot. Dies liegt daran, dass die Pläne im Jahr 2007 vom damaligen Staatschef Dimitris Christofias und vom Klerus abgelehnt wurden. Man hatte sich damals ganz eindeutig gegen einarmige Banditen, Poker und Roulette ausgesprochen. Durch die Wirtschaftskrise jedoch scheint sich die Meinung der Verantwortlichen in dieser Hinsicht nun verändert zu haben.

Schon im kommenden Jahr soll eine Casinolizenz für Südzypern vergeben werden, sodass der Bau des neuen Etablissements direkt im kommenden Jahr folgen kann. Geplant ist ein großer Casinokomplex mit Casino und großem Fünf-Sterne-Hotel. Hochwertige gastronomische Einrichtungen, Shoppingmöglichkeiten und ein Freizeitpark sollen den geplanten Bau komplettieren. Das Hotel soll insgesamt 500 Zimmer beherbergen und für das Casino ist eine Aufstellung von mindestens 100 Spieltischen und 10000 Spielautomaten geplant.

Sicherer und kontrollierter Spielbetrieb

Wenn der Bau in Zypern im nächsten Jahr tatsächlich realisiert werden wird, dann wird vor Ort eines der größten Casinos in Europa entstehen. Die Regierung macht bereits im Vorfeld deutlich, dass trotz der Casinogröße und dem Wunsch nach großen Einnahmen vor Ort ein streng reguliertes und vor allem kontrolliertes Spielangebot präsentiert werden soll. Verschiedene Gesetzgebungen sollen vor Ort den sicheren Spielbetrieb gewährleisten und die Insel zudem vor Geldwäsche und Kriminalität schützen.